30.6.07

Die Silberzypresse - Chamaecyparis pisifera 'Boulevard'

Die Silberzypresse mit 2 Leben.

Herkunft: Kompost
Alter : Geschätzte 40 Jahre
Höhe ohne Topf : 60 cm
Stammdurchmesser: ca. 10cm, Wurzelansatz 15 cm

Wie der Baum zu uns fand, den Weg seiner Gestaltung, alle Hintergründe und unsere Vorstellung für die Zukunft, stelle ich Euch in Kürze unter Gestaltungen im Blog http://hfbonsai-2.blogspot.com/ vor.

Neuer Bonsai Blog

Wir haben noch einen zweiten Bonsai-Blog eröffnet in dem möchten wir Euch unsere eigenen "Gestaltungen und Workshops" vorstellen.

Viel Spass dabei,

Klick: http://hfbonsai-2.blogspot.com/

28.6.07

Weiß o. Sandbirke - Betula pendula

Die hohe, schlanke, Birke im Freistand

Herkunft: Anzuchtbeet
Alter: ca. 12 Jahre
Gesamthöhe: 80cm

Diese Birke versuchen wir nach Vorbildern aus unsere Umgebung (dem Nordschwarzwald) zu gestalten, eine Abbildung von Bäumen die im Freistand an Bachläufen oder Waldrändern ungehindert wachsen können.

Diese Birken erreichen Höhen zwischen 30 und 40 Metern, haben eine sehr große (Sonnenhungrige) Krone und einen geraden sehr langen Stamm, mit wenigen lichten Ästen.

Ein Blick von unten, den Stamm hinauf. Er lädt ein zu einem gemütlichen Sommerpiknik im Schatten der Birke.


Als Kontrast noch eine andere Gestaltungsform

Die Vorgartenbirke

Herkunft: Anzuchtbeet
Alter: ca. 10 Jahre
Gesamthöhe: 35 cm

Der Weiße Stamm an dieser Birke lässt noch auf sich warten, durch die starken Schnittmaßnahmen über die Jahre, hat diese Birke noch keine Weißfärbung.


Das Thema Schnittverträglichkeit der Birke und absterben ganzer Kronenpartien.

Wir haben festgestellt, dass man das Absterben der Äste zwar nicht immer ganz verhindern kann (kommt auch bei normalen großen Bäumen vor), aber es gibt Pflegemaßnahmen mit denen man das zurücktrocknen eindämmen kann. In den letzten 3 Jahren ist uns an keiner unserer Birken, ein Ast abgestorben.

Die Birke sollte nur im Frühjahr ausgegraben werden, sonst "NIE". Schnittmaßnahme sollten nur in den Monaten gemacht werden wo die Birke voll im Saft steht, so das erst gar keine Erreger in die Wunden eindringen können, bei starken Schnitten die großen Wunden mit Vaseline einreiben (das Vaseline zieht ein und verschließt die Poren), trotzdem bildet sich recht schnell ein Kalus, der die Wunde verschließt.

Als Zeitangabe für Draht und Schnittmaßnahmen kann man sagen. Nach dem ersten Austrieb bis maximal ende Juli, ansonsten auf keinen Fall an den Bäumen arbeiten. Draht immer über den Winter entfernen.

Bei den Kelten wurde die Birke "Berek" die Weißschimmernde genannt, schon damals wusste man, das man große Bäume anzapfen kann, (wie bei Ahörnern die Sirupgewinnung), der austretende Saft ist sehr wohlschmecken und eine prima Frühjahrskur, die das Imunsystem stärkt.


27.6.07

Sommerlinde - Tilia platyphyllos

Die Sommerlinde

Herkunft: Rohpflanze von W.Käflein
Alter : ?
Gesamthöhe: 50 cm

Diese Rohpflanze stammt vom Bonsaigarten von Wolfgang Käflein, ein sehr gutes Ausgangsmaterial für einen "Baum in der Schale".
Einer meiner Lieblingsbäume, ich kann mir die Pflanze schon sehr gut vorstellen, mit tiefgezogenen Ästen und einer mächtigen ovalen Krone, so wie man in vielen Parkanlagen diese mächtigen bis 40 Meter hohen Bäume bestaunen kann.


Der Wurzelansatz, Durchmesser ca. 15 cm
Eingetopft in eine Mica-Schale, Frühjahr 2007.
Der Baum darf in diesem Jahr kräftig durchtreiben, es werden nur die Spitzenäste eingekürzt, um eine starke Verdickung der Äste zu verhindern, die unteren und Seitenäste, werden nicht eingekürzt um sie kräftiger werden zu lassen.
Im nächsten Frühjahr werden dann die Äste gedrahtet um eine tiefgezogene Krone zu erreichen, und es werden immer wieder die neuen Triebe pinziert um eine feine Aststruktur zu erreichen.

26.6.07

Der Unterschied zwischen "Bonsai" und "Baum in der Schale"

Vorwort:
Die hier niedergeschriebenen Gedanken und Meinungen, sind unsere persönliche Einstellung zu diesem Thema und erheben keinerlei Anspruch auf allgemein gesehene Richtigkeit.

Gemeinsamkeit:
Beide Varianten haben gemeinsam, das ihnen die bestmögliche Pflege und Aufmerksamkeit des Pflegers sicher sein muß, Pflanzen die einen falschen Standort, ein ungeeignetes Substrat oder von Schädlingen und Krankheiten geplagt sind, sind ein Trauerspiel und verdienen weder den Namen "Bonsai" noch Baum in der Schale".

Unterschiede:
Bonsai, unterliegen klaren Regeln und Gestaltungsformen, im Prinzip ist jede Art der Bonsaigestaltung vorgegeben und entspricht dadurch auch dem Schönheitempfinden der meisten Liebhaber, man kann es vergleichen mit der Mode, oder Automobilen, das was vorgegeben wird, von bekannten Gestaltern aus aller Welt. empfindet die Mehrheit als schön oder erstrebenswert.
Diesen Weg zu gehen ist aber bestimmt nicht leicht oder zweitrangig, er entspricht aber uns Menschen, die meist eine Führung brauchen oder eine Richtung nach der sie sich orientieren können und die ihnen sagt was richtig oder falsch ist .

Baum in der Schale, ist ein neuerer und vielleicht auch speziell Europäischer Ausdruck, hier hat man mehr Freiheiten bei der Gestaltung und kann seiner Phantasie freien Lauf lassen, die Ergebnisse müssen dann auch nicht der Allgemeinheit entsprechen oder gefallen, sondern Hauptsächlich dem jeweiligen Gestalter und ihm in seiner Entwicklung und seinen Schönheitsempfinden bestätigen.

Der wohl bekannteste und beste Bonsaiprofi Deutschlands, zeigt mit seinem "Naturalistischen Stil", eine neue Richtung an und schafft damit wirklich beeindruckende Kunstwerke.
Allerdings, durch die Namensgebung des Stils ist es fast schon wieder unter Bonsai einzustufen.

Für uns ist es schwer einen genaue Linie zwischen beiden Gestaltungsformen zu ziehen.
Wir bezeichnen unsere Bäume "ALLE" als "Baum in der Schale" und versuchen so auszudrücken, das wir keiner Stilrichtung folgen möchten und unser Hauptanliegen darin zu sehen ist, etwas für uns einzigartiges und schönes zu erschaffen und zu pflegen.

Trotzdem hoffen wir, das unser Schönheitsempfinden auch vielen anderen Bonsailiebhabern entspricht und somit auch unsere Arbeit bestätigt wird.

Kommentare zu diesem Thema sind erwünscht, es interessiert uns sehr wie die Mehrheit, die unseren Blog besucht und verfolgt, zu diesem Thema steht.




25.6.07

Garten 2 - Yamadori Garten

Der Yamadori Garten

Hier stehen im Moment ca. 150 Bäume in Schalen oder Töpfen, es sind Pflanzen der verschiedensten Entwicklungsstufen.
Wenn die Bäume den Anzuchtbeeten entnommen wurden und zur Verfeinerung in Schalen gepflanzt werden, dann landen sie vorerst in diesem Bereich des Gartens, auch in der Entwicklung fortgeschrittene Yamadoris finden hier ihren Platz.

90 % dieser Pflanzen sind selbst ausgegraben oder gezogen, nur 10 % sind Geschenke von Freunden oder gekaufte Rohpflanzen.





Es werden sowohl Mica-Schalen, Plastiktöpfe, als auch preiswerte Chinaschalen verwendet.

Inzwischen machen wir auch Versuche mit Teichkörben und habe damit in den letzten zwei Jahren gute Erfolge erzielen können. Diesen Tipp hatten wir aus einem Bonsaiforum, ich kann nur jedem empfehlen damit zu experimentieren, es macht Spass die Bäume bei der starken Entwicklung zu beobachten.

Gedüngt wird von Anfang März bis ca. Ende August

Als Dünger werden Handelsübliche Flüssigdünger, ein Granulat Langzeitdünger und einmalig pro Jahr Bio-Gold aufgelegt, wir verbrauchen alleine in diesem Abschnitt des Gartens 10 kg Bio-Gold , ca. 1,5 kg Granulat Langzeitdünger und 4 Liter Flüssigdünger pro Jahr.

Edelkastanie, Marone - Castanea sativa

Die Edelkastanie

Herkunft : Anzuchtbeet
Alter ca. 10.Jahre
Gesamthöhe ca. 70 cm

Diese Rohpflanze wurde im Frühjahr 2007 aus den Anzuchtbeeten entnommen und wird nun verfeinert.
Der Wurzelfuß ist noch im Bodensubstrat versteckt um eine bessere Verdickung zu erreichen, im Kronenbereich wird jetzt eine feine Astbildung und ein natürliches Aussehen des Baumes gefördert.

Insgesamt eine sehr vielversprechende Ausgangspflanze, die sich in den nächsten Jahren noch zu einem richtig imposanten "Baum in der Schale" entwickeln wird.


24.6.07

Garten 1 Anzuchtbeete

Unsere Anzuchtbeete Juni 2007

Auf ca. 800 qm Fläche haben wir Beete angelegt zur Nachzucht einheimischer und eingebürgerter Baum u. Straucharten.

Die Pflanzen werden in Intervallen alle 2-3 Jahre umgeschult.

Reifere Pflanzen werden 2 mal im Jahr geschnitten.
Jungpflanzen oder Pflanzen die an Stärke und Größe stark zunehmen sollen, werden 1 Jahr nicht geschnitten und die nächsten Jahre dann nur einmal direkt nach dem Johannistrieb (Anfang bis Mitte Juli). Bis sie die gewünschte Stammstärke erreicht haben. erst dann werden sie auseinandergesetzt, und der Astaufbau durch zweimaliges Schneiden begonnen.






Solch eine Anzucht mit mehreren Hundert Pflanzen erfordert einen großen Zeit und Arbeitsaufwand. Die Beete müssen mehrmals im Jahr von Unkraut befreit werden, in den Sommermonaten muß man täglich gießen, die Pflanzen nach Krankheiten und Schädlingen untersuchen und diverse Pflegemasnahmen wie schneiden, mähen der Wege usw. durchgeführt werden.

Es ist eine sehr langwierige und geduldige Arbeit, die aber nach einigen Jahren deutliche Erfolge zeigt.

Nach ca. 5-10 Jahren kann man die ersten Rohpflanzen entnehmen und in Töpfen oder Anzuchtschalen verfeinern und auf den "Weg zum Baum in der Schale" bringen. Es gilt die Regel, desto länger man die Bäume im Beet belässt, desto kräftiger ist der Zuwachs des Wurzelfusses und des Stammes, eine gute Aststruktur lässt sich dann erst in der Schale (Topf) aufbauen.

Aus Erfahrung würde ich vom Drahten der Pflanzen im Beet abraten, hier ist die Möglichkeit des Spannens der Äste deutlich schonender und erfolgversprechender.

Zierapfel - Malus halliana

Zierapfel Malus halliana
Alter:ca. 25 Jahre
Herkunft:Bonsaifachgeschäft, gekauft 1983 als Jungpflanze (unser erster Bonsai)

Dieser Baum steht schon seit über 20 Jahren in einer Bonsaischale, wir versuchen einen Obstbaum aus heimischen Gefilden darzustellen, wie er auf vielen Obstwiesen anzutreffen ist.
Kein Importbaum mit einem überdimensionierten Stamm und winziger Krone.

Bilder vom Frühjahr 2006
Bilder vom Herbst 2006 (kurz vor der Ernte)


21.6.07

Bergahorn- Acer pseudoplatanus

Bergahorn : Die sitzende Lady
Alter ca. 20 Jahre
Herkunft : Yamadori aus dem Wald
10 Jahre als Rohpflanze im Beet vorgezogen, dann 2. Jahre in einer Mica Anzuchtschale.

Jetzt seit 2.Jahren in dieser Bonsaischale (China)


19.6.07

Blumenhartriegel Cornus Kousa

Sehr seltener Blumenhartriegel ca. 30 Jahre alt, seit zwei Jahren in einer Anzuchtschale.